Multicloud

Als Multicloud bezeichnen wir die Verteilung von Cloud-Ressourcen, -Software und -Anwendungen auf mehrere Cloud-Umgebungen. Eine typische Multicloud-Architektur nutzt zwei oder mehr öffentliche sowie mehrere private Clouds. Bei einer Multicloud-Umgebung soll die Abhängigkeit von einem einzelnen Cloud-Anbieter vermieden werden.

Gegenwärtig stehen hinter vielen Multicloud-Bereitstellungen noch Erwägungen zu Redundanz und Herstellerabhängigkeit, doch sie sind ebenfalls eine Reaktion auf eine breiter aufgestellte Geschäftsbasis oder aber technische Ziele von Firmen. Für diese Ziele ist es mitunter erforderlich, preislich wettbewerbsfähige Cloud-Dienste zu nutzen oder von der Geschwindigkeit, der Fähigkeit oder den Merkmalen eines bestimmten Cloud-Providers in einem bestimmten geografischen Gebiet zu profitieren.

Größere Auswahl und Komplexität

Cloud-Computing sollte IT ursprünglich durch Standardisierung, Konsolidierung und Zentralisierung vereinfachen. Doch heute wechseln die Unternehmen in eine stärker fragmentierte IT-Landschaft, in der Vor-Ort-Elemente mit verschiedensten Anbietern privater und öffentlicher Clouds zusammenwirken. Jüngsten Forschungen zufolge arbeitet fast ein Drittel der Organisationen mit vier oder mehr öffentlichen Cloud-Providern.

Nach dem Wechsel in die Multicloud erwarten Organisationen neue Herausforderungen. Am auffälligsten ist die Komplexität der Verwaltung von Sicherheit, Agilität, Leistung und Kosten über verschiedene Plattformen hinweg. Erschwerend kommt hinzu, dass konsistente Anforderungen zu Compliance, Vertraulichkeit und Datentrennung einzuhalten sind, was unausweichlich mehr Zeit und Geld kostet.

Um diese Probleme zu meistern, müssen Unternehmen konsistente Richtlinien einführen, die die Cloud-Landschaft vereinfachen, Kaufkraft und Workloads konsolidieren, Daten und Anwendungen verwalten und strenge Sicherheitsvorschriften umsetzen.

Die richtige Plattform wählen

Obwohl Multicloud-Umgebungen schnell standardisiert wurden, muss man wissen, dass jede Plattform verschiedene Vor- und Nachteile hat. Darum sind vorab unbedingt eindeutige Richtlinien mit einem Entscheidungsbaum vonnöten, der – für eine schnelle und problemlose Migration – die Bedürfnisse mit gewählten Plattformen vergleicht.

Agilität erreichen

Wenn Anwendungen in die Cloud wechseln, benötigen sie differenzierte und dynamische Dienste, um langfristig reibungslos zu laufen. Folglich setzen verschiedene Firmen agile Entwicklungs-Frameworks ein, um die Produkteinführungszeit zu beschleunigen, indem sie Entwicklung, Qualitätssicherung und betriebliche Aufgaben kombinieren. Hier können Microservices und Container viel bewirken.

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Netzwerk-Performance

Um Cloud-Ressourcen jederzeit betreiben, migrieren und skalieren zu können, braucht jede Lösung eine hochwertige Ausfallsicherung und Leistung. Die heutigen Routing-Lösungen erfordern für die Erweiterung auf die zum gleichzeitigen Betrieb nötige Tunnelzahl enorme Rechenressourcen, was u. U. sehr teuer wird.

Sicherheit gewährleisten

Egal, ob es sich um Zugriffs-Management, den Kampf gegen DDoS-Angriffe, Firewalls für Web-Anwendungen oder Verschlüsselung handelt: Cloud-Computing verlangt solide, cloudbasierte Sicherheit. Cloud-Provider bieten verschiedene Nutzungsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Verbindungsoptionen Entscheidend ist darum eine konsistente Sicherheitsstrategie. Sie muss weitreichendes Identitäts- und Zugriffsmanagement, umfangreiche Protokollierungsfähigkeiten und eine strenge Überwachung und Beaufsichtigung in der gesamten IT-Landschaft beinhalten.

Kostenkontrolle

Einige Cloud-Provider werben mit kosteneffektiven virtuellen Maschinen, doch für netzwerkintensive Anwendungen kann der Preis für Datenübertragungen in die Cloud und aus derselben schnell anwachsen. Oft sind sich die Benutzer der verwendeten Datenmengen und der Kosten, um diese in die Cloud zu übertragen, gar nicht bewusst. Ob in der Folge nun die Umgebung zu stark erweitert wird oder Hochleistungsspeicherung für nichtkritische Daten zum Einsatz kommt – die Kosten effektiv zu verwalten, bleibt schwierig. Darum sind Kapazitätsplanung und -überwachung entscheidend.

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