Fallstudie
NEP Group

Das globale Broadcast-Unternehmen NEP Group liefert hochwertige TV- und Videodienste mit IP

NEP ist ein global operierendes Medientechnologieunternehmen, das seine Kunden mit Technologie, Spezialisten und Know-how dabei unterstützt, mediale Großereignisse von der Oscarverleihung bis zu den Olympischen Spielen zu produzieren. Zu den Kunden von NEP gehören viele der weltweit führenden Fernsehsender, Kabelsender und Eventproduzenten, die anspruchsvolle Lösungen wie Remoteproduktion, Studioproduktion, Videoanzeige, Host Broadcasting, Postproduktion, Ausspielung und Uplink-Kommunikation einsetzen. NEP betreibt Niederlassungen in Australien, Belgien, Kanada, Dänemark, Finnland, Deutschland, Irland, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, der Schweiz, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten.

NEP The Netherlands setzt mehrere der leistungsstärksten Dienste und Lösungen des Unternehmens ein. Diese werden in allen Stufen der Produktion von der Kameralinse bis zum Wiedergabebildschirm genutzt („Glass-to-Glass“). Sie umfassen Aufnahmeeinrichtungen, Studios, Cloud-basierte Editingumgebungen, Live-Cloud-Produktionsgalerien, Videokompression und Ausspieleinrichtungen.

Gerbrand de Ridder, Head of Research and Development sowie Lead System Architect bei NEP The Netherlands erläutert: „Die IT-Umgebungen für Sender befinden sich in einem ständigen rasanten Umbruch. Unsere Kunden erwarten von uns, dass wir ihnen dabei helfen, der Technologiekurve immer einen Schritt voraus zu sein. Insbesondere die Zuschauer in den Niederlanden erwarten Fernsehen mit höchster Bildqualität. Deshalb müssen Sender und Content-Produzenten die gleichen hochwertigen Kameras, Studios und Produktionseinrichtungen einsetzen, die in den größten Märkten üblich sind, obwohl sie geringere Produktionsbudgets haben. Wir können ihnen die gesamte Palette von Managed Solutions anbieten – von der Videoaufzeichnung bis zur Verwaltung und Verbreitung der Inhalte, so dass es für unsere Kunden wirtschaftlich möglich ist, die beste Technologie einzusetzen und Content in höchster Qualität zu produzieren.“

„Wir wollten einen Partner, der ebenso innovativ sein sollte, wie wir selbst, und der nicht nur die aktuelle Technologiegeneration unterstützen würde, sondern weit darüber hinaus gehen könnte. Nomios hat diese Anforderungen verstanden, sich darauf eingestellt und sie erfüllt.“ – Gerbrand de Ridder, Head of R&D und Lead System Architect, NEP The Netherlands
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Geschäftliche Herausforderungen

NEP The Netherlands (NEP) hat sich von einem Sender, der IT einsetzt, zu einem IT-Unternehmen gewandelt, das auf Sendedienstleistungen spezialisiert ist. Es hat seine Tätigkeitsbereiche von Kamera- und Editingfunktionen auf Ausspielung und Verbreitung ausgeweitet. NEP betrieb schon seit 2010 ein Content Delivery Network (CDN). Das Unternehmen hat sein CDN systematisch erweitert und weiterentwickelt, um TV- und Video-on-Demand-Inhalte in den höchsten Qualitätsstufen in den Niederlanden ausliefern zu können, darunter die Fußballübertragungen der niederländischen ersten Liga.

Für seine TV-Produktionsumgebung war NEP auf der Suche nach einem Technologieanbieter, der die Systeme von der herkömmlichen SDI-Sendetechnik auf IP umstellen und dabei höchste Anforderungen an die Sendequalität erfüllen konnte.

„Wir brauchten eine Technologie, die einen kosteneffektiven Betrieb erlaubt, aber vor allem mussten wir die extremen Anforderungen einer Sendeumgebung erfüllen, in der massive Mengen unkomprimierter Daten absolut latenz- und verzögerungsfrei verarbeitet werden müssen. Die Umstellung auf IP bedeutete, dass wir die gleiche Ausrüstung einsetzen mussten, die Web- und E-Mail-Daten ausliefert, stattdessen aber TV-Sendungen ohne Verzögerungen und Bildfehler bereitstellen“, berichtet De Ridder.
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Technische Lösung

NEP hat Nomios als Technologiepartner ausgewählt, weil uns klar geworden ist, dass die Service-Provider-DNA von Nomios der ideale Ausgangspunkt für die Umstellung von einer SDI-Infrastruktur auf IP war. „Wir schauen uns potenzielle Partnerschaften immer sehr kritisch an“, sagt De Ridder. „Wir wollten einen Partner, der ebenso innovativ sein sollte, wie wir selbst, und der nicht nur die aktuelle Technologiegeneration unterstützen würde, sondern weit darüber hinaus gehen könnte. Und wir brauchten einen Dienstleister, der offen und erreichbar für Gedankenaustausch ist. Wir verfügen über sehr viel Erfahrung mit Fernsehproduktionen, so dass wir die Anforderungen detailliert spezifizieren konnten. Nomios hat diese Anforderungen verstanden, sich darauf eingestellt und sie erfüllt. Sie liefern uns inzwischen zum Beispiel wichtige Spezialfunktionen wie die Zeitsteuerung über Precision Time Protocol (PTP). Sie haben während der gesamten Projektlaufzeit eng mit uns zusammengearbeitet, um möglichst kosteneffektive Wege zur Umstellung unserer Systeme zu finden.“

Für den Aufbau seines eigenen CDN setzte NEP auf Juniper Networks® T4000 Core-Router und T1600 Core-Router, jeweils mit 10-GbE- und 100-GbE-Schnittstellen. Auf dieser Basis wurde ein optisches Kernnetzwerk über eigene Glasfasern aufgebaut, das zu Redundanzzwecken auf drei private Datenzentren verteilt ist.

Die Pre- und Postproduktionsumgebungen laufen in einer Cloud-Umgebung mit Switches der Juniper Networks QFX5100-Serie. Switches der QFX-Serie sind leistungsstarke hochdichte Plattformen, die für Deployments mit Top-of-Rack-, End-of-Row- sowie Spine-and-Core-Aggregationen in modernen Datenzentren ausgelegt sind. Die Produktionsumgebung muss Anwendungen unterstützen, in denen hunderte Gigabit unkomprimierter Videodaten bewegt werden. In einer einfachen Studioanordnung fallen zum Beispiel 80 Gbit/s Datenverkehr zum Datenzentrum an, Multi-View-Monitore erfordern 150 Gbit/s.

De Ridder erklärt: „Dank des Portfolios von Juniper konnten wir uns auf einen einzelnen Anbieter konzentrieren, von der Sicherheit über den Backbone bis zum Campus. Dies bringt uns viele Vorteile durch einheitliche Abläufe. Wir bleiben gleichzeitig flexibel, weil sich Juniper langfristig zu Drittpartei-APIs und Virtualized Network Functions (VNFs) bekennt.“
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Wirtschaftliche Resultate

NEP hat damit begonnen, seine Systeme auf eine IP-Sendeumgebung umzustellen, und hat dabei die weltweit erste IP-basierte Mehrkamera-Produktionsplattform aufgebaut. Seitdem wurden mehr als 750 Produktionen realisiert und dabei Spitzenlasten mit mehreren Millionen TV-Zuschauern bewältigt. Das CDN hat eine Streamingkapazität von 700 Gigabit und bietet Dienstleistungen für Sender und Contentanbieter wie FOX Sports, NPO und RTL Videoland. „Mit der Unterstützung von Nomios konnten wir unser Geschäft von SDI auf IP umstellen“, sagt De Ridder. „Diese Umstellung bringt uns größere Flexibilität, beschleunigt die Auslieferung und reduziert die Kosten für uns und für unsere Kunden. Nomios hat das sehr früh verstanden und gemeinsam mit uns auf dieses Ziel hingearbeitet.“

Die Niederlande sind für ihre modernen Fernsehdienste bekannt. Ein begünstigender Umstand ist die Anbindung der meisten Haushalte über High-Speed-Anschlüsse mit 100 Mbit/s und mehr. Das Land hat außerdem den Ruf, innovative TV-Formate zu schaffen, zum Beispiel „The Voice“ von Talpa und „Big Brother“ von Endemol. Dank der Technologie von Juniper konnte NEP sich in diese Tradition einreihen. Das Unternehmen liefert eine neue Generation von TV-Diensten einschließlich Video-on-Demand-Services mit 4K und Ultra-High-Definition. Es ermöglicht interaktivere Online-Erfahrungen mit bis zu neun Splitscreens und unterstützt sogar 360-Grad-Virtual-Reality-Übertragungen für die Reality-TV-Shows eines seiner Kunden.

Nächste Schritte

NEP plant, seine Kapazitäten weiter auszubauen, zwei weitere Studios einzurichten, vier weitere Cloud-Produktionsgalerien, 30 Ausspielungskanäle und Over-the-Top-Auslieferung (OTT) live in 4K von Sportereignissen zu unterstützen. „Der Wandel der TV-Technologien beschleunigt sich. Wandlungsfähigkeit ist deshalb ein entscheidender Erfolgsfaktor für uns. Bald werden sämtliche TV- und Videoanwendungen über offene Standardsysteme wie die von Juniper laufen“, sagt De Ridder. „Wir können jetzt sehr einfach von HD auf 4K und 8K erweitern und unterstützen alle diese Formate parallel. Dazu müssen wir lediglich zusätzliche Kapazität oder einen neuen Kompressionsalgorithmus hinzufügen und nicht mehr ganze Systeme verwerfen und neu aufbauen. Das macht Sendesysteme mit Auslieferung über IP so elegant.“

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